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„Verein bringt mehr Öko in die Stadt!“

Umweltbüro, Carsharing, Statt-Magazin, Repaircafé, Energiewende – Ökostadt Koblenz e.V. mit neuem Vorstand

Seit 1993 schon gibt es den Verein ÖKOSTADT KOBLENZ eV und seit mehr als 10 Jahren das Umweltbüro KUB.A in der Koblenzer Altstadt. Für viele Initiativen der Umweltszene ist das Büro spätestens seit dem Umzug in die attraktiven Räumlichkeiten des Dreikönigenhauses Treffpunkt und coworking space für vielfältige Umweltthemen. Hier kann man das Carsharing Angebot „Teil-Auto“ testen und sich unabhängig und überparteilich mit vielen wertvollen Tipps und Infomaterial rund um die Themen Umwelt, Energie und Mobilität versorgen.

Der Verkehrsclub Deutschland VCD hat hier sein Landesbüro und attac, der Fahrradclub adfc oder manche Agenda-Gruppe tagen hier am Abend. Auch mit dem BUND-Büro und dem Solarenergieförderverein sfv ein Stockwerk höher besteht eine enge Zusammenarbeit. „Wir sind froh, hier in dem Nachhaltigkeitshaus der Görlitz-Stiftung arbeiten zu können, ein echter Gewinn gegenüber der alten beengten Situation. Das offene Konzept des Hauses und seiner vielfältigen Mieter passt genau und bringt immer wieder neue Impulse für unsere Umweltarbeit“, so Egbert Bialk, der in der letzten Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden des Vereins aufgerückt ist.

Sein Stellvertreter ist nun Norbert Wirtz, ein Betriebswirt, der dem Verein bereits langjährig verbunden ist. Zusammen mit dem wiedergewählten Schatzmeister Michael Erdmann sorgt er dafür, dass der Verein weiter solide wirtschaftet. Norbert Wirtz dazu: „Wir freuen uns besonders über die gelungene Crowdfunding Kampagne im vergangenen Jahr und danken allen Spendern. Auch das Car-Sharing läuft stabil. Schön wäre es, noch den ein oder anderen Untermieter zu finden. Auch für andere Initiativen ist nachmittags und abends im Gemeinschaftsbüro noch Luft. Wenn es passt, können diese für kleines Geld gerne noch einsteigen.“

Bialks Hauptanliegen ist die Vernetzung der Ehrenamtsarbeit der ökosozialen Vereine. „Koblenz braucht mehr Öko, das bekommen wir nur gemeinsam hin. Immer mehr Konsum und grenzenloses Wachstum sind nicht zukunftsfähig. Hier braucht es ein breites Umdenken. “ Dazu gibt Ökostadt seit vielen Jahren mit dem „KUcKmal!“ auch ein Magazin heraus, in dem Veranstaltungen oder interessante Artikel zu städtischen und überregionalen Problemen abgedruckt werden. Unter neuem Namen – „Koblenzer Statt-Magazin“ - wird es Anfang April wieder in großer Auflage gratis erscheinen. Schwerpunkte diesmal: Geld und Demokratie. Artikel können noch bis Mitte Februar eingereicht werden.

Ein junger Zweig des Vereins ist das Repaircafé. Oliver Heinen, Beisitzer im neuen Vorstand, organisiert den Großteil zusammen mit mehreren Hobbybastlern. Heinen: „Menschen, die ihr defektes Bügeleisen oder ein Elektronikteil nicht gleich wegwerfen wollen, können sich melden. In netter Atmosphäre kann ihnen häufig geholfen werden. Auch Fahrräder oder Kleidungsstücke werden aufgepeppt, allerdings nicht im Dreikönigenhaus sondern in den Räumen des Generationenhauses am Wöllershof. Inzwischen ist ein Netz verschiedener Repaircafés in der Region entstanden. Neben Koblenz auch in Lahnstein, Bendorf und Kalt/Maifeld.“

Komplettiert wird der neue Vorstand von den Beisitzern Manuel Broicher und Marco Hackenbruch. Letzterer kümmert sich insbesondere um das Thema Energie. So beteiligt sich der Verein seit langem an mehreren Projekten im Bereich Photovoltaik.

Weitere Infos:

Offener Treff: immer am 2. Donnerstag des Monats, 18 Uhr im Umweltbdüro KUB.A, Kornpfortstraße 15, Eingang Danne

Vorstand2017

Foto: Der neue Vorstand von ÖKOSTADT KOBLENZ eV – Oliver Heinen, Norbert Wirtz, Egbert Bialk und Michael Erdmann (von links). Nicht im Bild die beiden Beisitzer Manuel Broicher und Marco Hackenbruch.